Zweieinander

22. April 2017

Am Anfang gibt es einen Kreis und zwei Freunde. Der eine spielt Trompete, der andere Tombak. Der eine braucht Lippen und Atem zum Spielen. Der andere braucht Hände und Finger.
Zusammen spielen die beiden mit ihren Instrumenten, hören zu, was der andere spielt und denken sich eine gemeinsame Musik aus. Aber nicht nur mit dem eigenen Instrument: alles kann zu Klängen werden und mit allem kann man spielen. Denn Atmen, Blasen, Schnipsen, Klatschen und mit den Handflächen Schlagen geht auch auf dem Boden, am Körper oder in die Luft.
Auf einmal gibt es eine Linie, die den Kreis in zwei Seiten teilt. Und plötzlich stellt sich die Frage: Gibt es nun zwei Hälften? Was ist jetzt meins und was ist deins? Manchmal ist es dann nicht mehr so einfach zusammen zu spielen. Denn jeder hat seine eigenen Ideen und auch seine ganz eigene Musik. Und es gibt verschiedene Arten zusammen zu musizieren: nebeneinander, miteinander, zusammen und allein – zweieinander eben.

Die Musiker Johannes Stange (Trompete) und Joss Turnbull (Tombak) erfanden durch ständig sich weiterentwickelnde Improvisation und während der Proben die Musik für dieses instrumentale Theater. Daraus entstand eine Komposition für Trompete, Tombak, Hände, Füße und LKW-Plane.

Spielort:

Staatstheater Mainz
Gutenbergplatz 7
55116 Mainz , RP
Rheinland-Pfalz
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