Quo vadis, bellum?

Hundert Jahre nach dem Ersten Weltkrieg blicken das Saarländische Staatstheater Saarbrücken und die Berliner Tanz- und Performancegruppe MS Schrittmacher gemeinsam in die Zukunft des Krieges. Welche kriegerischen Szenarien zeichnen sich ab, wenn wir die aktuelle Verfasstheit der Welt hundert Jahre weiterdenken? Wie könnten alternative wirtschaftliche und machtpolitische Verhältnisse in ferner Zukunft aussehen und welche Bedeutung hätten sie für die Frage von Krieg und Frieden? Und schließlich: Welche Handlungsoptionen resultieren aus diesen Gedankenspielen für uns heute?

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Res Publica

Das Kölner Regie- und Autorenduo Hofmann&Lindholm und das Staatstheater Stuttgart verbünden sich unter dem Titel „Res Publica“ für ein langfristig angelegtes Experiment. Im Kollektiv verständigen sie sich über die Inszenierung einer Lüge und konstruieren ihre Realität: Über die Dauer von zwei Spielzeiten bieten Hofmann&Lindholm regelmäßig Workshops an, laden zu konzentrierten Arbeitseinheiten ein und vergeben gezielt Forschungsaufträge an Abonnenten.

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Stoff

Mode ist emotional. Sie verführt. Sie ist sexy. Sie definiert sozialen Status, ist Kommerz und kulturelles Erbe. Die Stadt Bielefeld verdankt ihren heutigen Wohlstand, zahlreiche Arbeitsplätze und ganze Stadtteile der textilen Industriegeschichte. Doch die Wirklichkeit der Produktion entspricht schon lange nicht mehr dem traditionellen Image der Stadt. Die Branche ist ein globales Kräftespiel, schillernd, komplex, brutal. Startpunkt ist das Jahr 1959: Die großen Bielefelder Firmen beginnen, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern, das Lokale wird global.

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Tamáss

Tamáss (arabisch, persisch) bedeutet Berührung, Kontakt, aber auch Grenze, Konfrontation und umschreibt den Grundgedanken für eine Zusammenarbeit zwischen der Mannheimer Oriental Jazz Formation LebiDerya und dem Musiktheater des Staatstheater Mainz. Gemeinsam will man die in den verschiedenen musikalischen Stilen unterschiedlich ausgeprägten Beziehungen von Komposition und Improvisation und ihre Verwendung in musiktheatralen Zusammenhängen ausloten.

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The Past

In zwei Teilen setzt sich "The Past" mit der Gedächtniskunst auseinander, die seit der antiken ars memoriae an Orte und Räume, also insbesondere an Architektur gekoppelt ist. Ausgangspunkt ist die Stadt als konkreter geografischer Ort, als Anker für das Gedächtnis, als Vorstellung und Geisteshaltung. Was passiert mit den Erinnerungen, was passiert mit den sich erinnernden Menschen, wenn hier ein Trauma einsetzt, eine Zerstörung, Bombardierung?

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Überwindungen

Mit tänzerischen Mitteln das Spannungsfeld zwischen identitätsstiftenden Werten und der Angst vor dem Fremden auszuloten ist die Herausforderung, der sich the guts company und das Societaetstheater Dresden im Rahmen ihrer Zusammenarbeit stellen möchten. In drei Produktionen sollen mögliche Strategien zur Überwindung der Distanz zwischen dem Eigenen und dem Fremden untersucht und erprobt werden.

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Unterm Strich/Alles was zählt

Die einen gehen in die Schule. Die anderen stehen davor. Die einen werden von ihren Eltern abgeholt, die anderen von ihren Freiern. Wenige Hundert Meter vom JES entfernt liegt das Leonhardsviertel, das Stuttgarter Rotlichtmilieu. Auch Jugendliche und junge Erwachsene gehen hier Tag für Tag und Nacht für Nacht anschaffen. Jugendtheater auf der einen Seite, Prostitution auf der anderen. Es sind Parallelwelten, die nebeneinander existieren und kaum etwas voneinander mitbekommen.

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