BELIEVE TANK

Die Stadt Tübingen beherbergt eine der ältesten und berühmtesten theologischen Fakultäten, die Stiftung Weltethos und das Zentrum für Islamische Theologie haben hier ebenso ihren Sitz wie zahlreiche religiöse Initiativen und Freikirchen. Inspiriert von der lokalen Vielfalt der Weltanschauungs-Milieus – von tolerant bis militant, zugleich ländlich angebunden und urban weltoffen – wollen das Landestheater Tübingen und das freie Theaterkollektiv NYX mit ihrem theatralen Forschungsunternehmen einen Dialog mit den Bürger/innen über Glauben und Gesellschaft anregen.

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Biografie des Körpers

Die Dance Company Theater Osnabrück und CocoonDance Bonn begeben sich auf die Suche nach der Geschichte ihres Körpers. Es geht um die Frage nach den eigenen Wurzeln – sowohl biografisch als auch physisch und kulturell –, um Entwurzelung und die Möglichkeit, erneut Wurzeln zu schlagen. Jeder Körper hat seine eigene Biografie. In ihr speichern sich Erfahrungen, die als Erinnerungen im Körpergedächtnis abrufbar sind.

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Ceci n'est pas un HYPE!

Leipzig ist Hypezig. Die Stadt ist die urbane, kreative, pulsierende Metropole geworden, die viele schon früher in ihr sahen. Mit Ceci n’est pas un HYPE! widmen sich das Theaterkollektiv copy & waste und das Schauspiel Leipzig thematisch der Boomtown. Grundlegende Fragen sind: Welches Image entwirft die Stadt von sich? Wie fließt das Erbe verschiedener Epochen in dieses Selbstverständnis ein? Und: Wie umfassend ist die Transformierung? Was ist mit denen, die kulturell und ökonomisch abgehängt werden?

 

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Das Haus der digitalen Jugend

Was bedeutet es, in einer digitalen Welt zu leben? Inwiefern verändert das omnipräsente Internet unsere Denk- und Lebensweisen und wie kann Theater als Raum der Zusammenkunft darauf reagieren? cobratheater.cobra und das THEATER AN DER PARKAUE Berlin gründen gemeinsam das „Haus der digitalen Jugend" um zu erproben, ob und auf welche Art und Weise Theater angesichts der aktuellen Hyperkomplexität von Informationsgesellschaft zeitgemäß agieren kann.

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Das Repertoire

Im Repertoire einer Institution werden Geschichte(n) und Handlungsoptionen beobachtbar, gleich einem Archiv, das sich stetig aktualisiert. Die Theaterserie "Das Repertoire" provoziert Begegnungen: unerwartete, institutionell nicht vorgesehene, oder ganz alltägliche. Zwischen Gästen und Künstler/innen, verschiedenen Öffentlichkeiten, Stadt und Land, einer inszenierten Institution und einer tatsächlichen.

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Die Populisten

Jedes Unternehmen hat seine eigene Abteilung für Public Relations. Ebenso jede politische Partei und jede religiöse Gemeinschaft. Aber wer vertritt eigentlich das Gros der Bürger/innen nach außen? Das Peng! Collective und das Schauspiel Dortmund forschen gemeinsam an einem aktivistischen Theater der Zukunft und gründen endlich die erste PR-Agentur für die Zivilgesellschaft: DIE POPULISTEN treten an, dem Unrecht den PR-Krieg zu erklären. Sie sind Experten für mediale Schlammschlachten, Blitzlichtgewitter und unorthodoxe Meinungsbildung.

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Die Todesqualle oder Wer flüstert, der lügt

Wie können Grausamkeit und Gleichgültigkeit der Tyrannei transzendiert werden, wenn die Wahl stets nur zwischen Obszönität und Tod besteht? Das Musiktheaterkollektiv HAUEN UND STECHEN erforscht das utopische Potential zweier Opern, die sich mit der Ausweglosigkeit von Gewalt und erstickender Normen beschäftigen: Puccinis Turandot und Beethovens Fidelio. Im Zentrum beider Stoffe stehen komplexe Frauenfiguren: Turandot übt Tyrannei aus, die andere – Leonore – bekämpft sie, die eine will den Lauf der Welt ändern, die andere ist dazu gezwungen.

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Die Vereinigten Vergangenheiten

Die Gegenwart verflüchtigt sich zunehmend in grelle Aktualitätsspitzen, die unverknüpft bleiben und keine Spuren hinterlassen; sie zerfällt in vereinzelte Zeit-Punkte, die sich weder ankündigen noch nachklingen. Die geheimagentur und das Landestheater Schwaben fordern daher die Entgrenzung der Gegenwart durch aktive Zukunftsarchäologie.

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Everbody comes to stay

andcompany&Co. gründen mit der neu eröffneten „Bürgerbühne“ am Jungen Schauspiel Düsseldorf ein Staatstheater für Staatenlose. Was bedeutet „Bürger-Sein“ jenseits von Staatsbürgerschaft? Können Bürger für Nicht-Bürger bürgen? Wie sieht bürgerschaftliches Engagement heute aus? Um die gegenwärtige Situation besser zu verstehen, wird auf die Exil-Situation deutscher Künstler/innen und Intellektueller während der NS-Zeit Bezug genommen.

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Fiasko

Die Oper gilt als das europäische kulturelle Erbe schlechthin, ihre Handlung gipfelt meist in einer Katastrophe. Wie würde die europäische Utopie enden, wäre sie eine Oper? K.A.U. und die polnische Regisseurin Malgorzata Wdowik machen sich auf eine Reise von Darmstadt nach Kaliningrad, im Gepäck ein Libretto. Auf der Strecke suchen sie Verbündete im Namen der Oper, die bereit sind, den Untergang Europas zu vertonen und für die Kamera zu inszenieren. Titel und Ziel dieser Unternehmung: Fiasko.

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Folkstheater/Teatr Ludowy

Club Real aus Berlin und das Kleist Forum Frankfurt/Oder wollen eine neue Praxis kollektiver Kunstproduktion und Stadtnutzung entwickeln. Im Dialog mit den Bewohnern sollen neue Gestaltungs- und Nutzungsideen für leer stehende und verfallene Kulturorte in Frankfurt und im benachbarten polnischen Słubice gefunden werden. Das Motto „Folkstheater“ steht für ein Stadtvolk, das sich einmischt und nach neuen Formen kooperativen künstlerischen Handelns in der Stadt sucht.

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