CONVERSION. Eine deutsch-amerikanische Chogeographie

Im Sommer 2013 verließen die US-Soldaten Heidelberg. Zur gleichen Zeit begann die Recherche der costa compagnie aus Hamburg und des Theaters und Orchesters Heidelberg in der Region. Interviews mit Bürgerinnen und Bürgern wurden geführt und Erlebnisse und Gedanken aus fast 70 Jahren gemeinsamer Geschichte zusammen getragen. Im Januar 2014 reisten vier der KünstlerInnen selbst in die USA. Auf ihrer Fahrt durch das Land sprachen sie mit zahlreichen ehemals in Heidelberg stationierten Soldaten und ihren Familien über deren Erinnerungen zwischen 1945 und 2013. Das gesammelte Material diente als Grundlage der Tanz-Performance CONVERSION_1. Im zweiten Jahr fand die Recherche in Afghanistan statt. Drei Künstler der costa compagnie reisten an den Hindukusch, um mit den Menschen vor Ort über den Abzug des Großteils der Truppen zu sprechen. Sie sammelten Wort, Ton und Bild und fragten sowohl Afghaninnen und Afghanen, als auch Bundeswehr- und US-Soldaten nach ihren Erfahrungen anhand der komplexen Situation. In Kabul und Mazar-e-Sharif; in Wohnungen, Büros, Rosengärten und ISAF-Stützpunkten erfuhren sie von dem unbändigen Willen das Land wieder aufzubauen. Hörten von Sicherheit und Willkür, Freiheitsrechten und Chaos, Gastfreundschaft und Taliban. Aus diesem nach Heidelberg gebrachten Material enstand die abschließende Tanz-Performance CONVERSION_2.

Laufzeit: 2013-2015

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