Was geht um, im Wohnzimmer der Stadt? Reformation als Geisteraustreibung im Kleist Forum Frankfurt/Oder

Geheime Dokumente enthüllen unheimliche und unerklärliche Vorgänge im Kleist Forum, von den FrankfurterInnen „Wohnzimmer der Stadt“ oder „Sarkophag“ genannt. Die von Experten analysierten Videoaufnahmen der dort installierten Überwachungskameras beweisen das Undenkbare: Alte Türen und Räume des verlassenen Kleist-Theaters in der Frankfurter Vorstadt erscheinen im Keller des Neubaus und verschwinden ebenso plötzlich wieder. Seltsame Dinge geschehen. Ein Angestellter, der anonym bleiben will, behauptet, im Kellergeschoss  UG 2  seien seltsame Erscheinungen in periodischen Abständen aufgetaucht. Folkstheater/Teatr Ludowy forscht nach und es wird klar: Die Vergangenheit ist nicht der einzige beunruhigende Spuk im Theater. Ist das einzige, was das Kleist Forum noch retten kann, eine Geisteraustreibung?

 

 

Im Rahmen von Folkstheater/Teatr Ludowy veranstaltet die Künstler*innengruppe Club Real am 6. November 2016 ab 18:30 einen Reformationstag mit öffentlicher Geisteraustreibung.

 

Dazu, liebe Mitbürger*innen, brauchen wir Ihre Hilfe!

 

Das „Wohnzimmer der Stadt“ darf nicht den Kräften des Bösen überlassen werden.

Die Geister werden stärker und nur eine gemeinsame Anstrengung kann das Haus vor den schaurigen Heimsuchungen retten!

 

 

Hintergrund Folkstheater/Teatr Ludowy

Nach der Erkundung der Stadt mit dem wandernden „Ei“ hat sich Folkstheater/Teatr Ludowy dem ehemaligen Kleist-Theater zugewandt und in dem verlassenen Gebäude am 16. Juli 2016 den gut besuchten „Tag des Offenen Tors“ ausgerichtet. Das „Folkstheater-Ensemble“ hat sich gegründet, die Werkzeuge „Demokratische Orgel“ und „Heringstanz“ wurden entwickelt. So ausgerüstet und von zahlreichen FrankfurterInnen unterstützt, widmet sich Folkstheater/Teatr Ludowy nun der Gegenwart des Theaters in Frankfurt/Oder: dem Kleist Forum.

Reformationsjahr 2017

Das Reformationsjahr 2017, mit zahlreichen Feiern und Aktionen um das 500jährige Jubiläum von Luthers Thesenanschlag, rückt näher und das Folkstheater/Teatr Ludowy fragt sich angesichts des Gedenkjahres: Kann man überhaupt reformieren, wenn man dazu nicht gezwungen wird?

Luther nagelte seine Reformideen an die Kirchentür – Folkstheater/Teatr Ludowy geht auf Geisterjagd. Das Besondere dabei: Der „Reformationstag Kleist Forum – eine Geisteraustreibung“ strebt eine Reform durch die Theater-Gemeinde an, d.h. alle interessierten BürgerInnen können zu ReformatorInnen werden und an der Veranstaltung am 6. November teilnehmen. Das traditionell-bewährte Format der Geisteraustreibung ermöglicht es den Reformator*innen, kulturpolitische Probleme auf einer metaphysischen Ebene zu bearbeiten und eine neue Ära des Kleist Forums einzuläuten.

 

 

PROGRAMM „Reformation als Geisteraustreibung“

6. November 2016, 18:30-21:30

 

18:30-19:00 Sektempfang

 

19:00 Impulsvorträge von u.a. Florian Vogel(künstlerischer Leiter Kleistforum) zum Thema Reformation, Einführung in die Techniken der Geisteraustreibung

 

19:30 bis 20:00 Gemeinschaftliche Herstellung von Metallplaketten mit 95 Reformthesen zum Bann der Geister

 

20.00 Beginn des großen Bannrituals mit der demokratischen Orgel und dem spiritistischen Panzerwagen im Großen Saal

 

20:30 bis 21:30 Prozession mit Orgel und Panzerwagen zur Oder. Der Bannschrank auf dem Wagen wird zu Wasser gelassen und Richtung Ostsee geschickt.

 

21:30 bis 22:00 Glühwein & Kartoffelgulasch

 

Ein Projekt von Club Real und dem Kleist Forum im Rahmen von Folkstheater/Teatr Ludowy, gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstftung des Bundes

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