Die Zukunft des Krieges beginnt jetzt - Die Recherchereise geht weiter

Nachdem QUO VADIS, BELLUM? Ende Februar mit dem Blog quovadisbellum.com seine Recherchereise zur Zukunft des Krieges begann, hat das Projekt am 17.04.2016 mit dem Forum LAUT DENKEN...über die Zukunft des Krieges auch das Licht der realen, greifbaren Welt erblickt. In der Alten Feuerwache in Saarbrücken konnten die Zuschauer im Saal, die Community auf Twitter und die User bei Facebook zwei sehr spannende Stunden miterleben in denen sich, moderiert von der Chefdramaturgin des Saarländischen Staatstheaters Ursula Thinnes, alles um das das aktuelle kriegerische Weltgeschehen, dessen Ursachen und Perspektiven drehte. Was ist eigentlich die Definition von Krieg? Was ist Cyberwar und was bedeutet er für unsere Zukunft? Was macht Dauerkrieg aus einer Gesellschaft? Werden Terroranschläge ein Teil unseres Alltags? Wie sieht der Krieg der Zukunft aus? Diesen und vielen anderen Fragen der Projektmacher Martin Stiefermann und Hartmut Schrewe sowie des Punlikums stellten sich die Chaos Computer Club Sprecherin Constanze Kurz, der Friedensforscher Dr. Jochen Hippler und der UNO Experte Andreas Zumach. Sehr gerne hätten wir noch mehr Fragen aus dem Publikum beantwortet, aber die Zeit rannte uns leider davon. Im QUO VADIS BELLUM? Zelt konnten die Zuschauer vor und nach dem LAUT DENKEN... Forum die Frage beantworten, wie ein Krieg in hundert Jahren ihrer Meinung nach aussieht. Ihre Antworten hat das Team auf Videos aufgenommen, die wir demnächst online stellen.

Den eigentlichen Startschuss aber machte die Fotoaustellung NIE WIEDER KRIEG?! des Berliner Fotografen und Streetartkünstlers Boris Niehaus, die von der Intendatin Dagmar Schlingmann eröffnet wurde. Seine eindringlichen Bilder aus Aleppo, Mossul, Erbil, Gaza und dem Westjordanland sind noch bis zum Ende der Spielzeit im Foyer der Alten Feuerwache in Saarbrücken zu sehen. Im Projektblog sind die Bilder während des gesamten Proktes online. QUO VADIS BELLUM? zeigt mit Boris Niehaus Bildern das Gesicht des Krieges von heute. Es ist der Start der Recherchereise im Hier und Jetzt, die mit der Science-Fiction Performance im Juni 2017 endet und unsere Vision eines Krieges in hundert Jahren zeigt.

Weiter geht es sowohl in der realen, als auch in der virtuellen Welt . Am 03.05.2016 präsentieren MS Schrittmacher das Projekt und seinen Onlineauftritt bei Immersive Arts auf der republica. Auch hier laden wir die Besucher wieder ein im Video-Zelt die Frage nach einem Krieg in hundert Jahren zu beantworten. Des Weiteren kann man auf zwei Laptops und einem Tablet durch den Blog surfen und sich nach Wunsch beteiligen. Wir hoffen auf viel Feedback und spannende Begegnungen.

Am 22.05.2016 präsentiert QUO VADIS, BELLUM? das nächste Forum: LAUT DENKEN...über Menschenrechte im Krieg. Thomas Seibert, der Menschenrechtsexperte der Hilfsorganisation medico international , referiert in der Alten Feuerwache über die Instrumentalisierung der Menschenrechte am Beispiel des War On Terror. Er hinterfragt unser westliches Bild der Menschenrechte, stellt diesem ein universelles gegenüber und denkt die Menschenrechstsituation im Krieg hundert Jahre weiter. Im Anschluss an seinen Vortrag diskutiert Thomas Seibert seine Thesen mit dem Publikum. Eröffnet wird das Forum von einer zwanzigminütigen Tanzperformance von Jorge Morro, die sich mit dem Thema Menschenrechte auseinandersetzt. Einzelne Artikel der UN Menschenrechtscharta werden ihrer realen Umsetzung, dokumentiert durch den aktuellen Amnesty international Bericht, gegenübergestellt. Live an Mikro eingesprochen verarbeitet der Komponist diese Statements am Laptop unmittelbar zum Soundtrack der Bewegungsrecherche des Tänzers. Damit öffnet QUO VADIS, BELLUM? einen weiteren, performativen Weg der Recherche zum Krieg der Zukunft, der in der Science-Fichtion Performance im Juni 2017 mündet.

Online stehen das Video und der Podcast zu LAUT DENKEN...über die Zukunft des Krieges im Blog zur Verfügung. alle, die nicht in Saarbrücken live dabei sein konnten oder das Forum im Live Stream auf Facebook oder das Gezwitscher unseres SocialMedia Experten Marc Nikoleit auf Twitter verpasst haben, können die zwei spannenden Stunden jederzeit nachschauen und nachhören und im Blog kommentieren und diskutieren.

 

 

 

 

 

 

 

Video: 
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