Believe Tank - Folge V

Welche spirituellen Orte gibt es jenseits der bekannten Kirchen? In welchem Wohnhaus versteckt sich die Moschee? An welchen Orten in Tübingen sind Überzeugungstäter ohne transzendenten Überbau unterwegs? Und wie erschleicht man sich die Unterschrift der Eltern, wenn man als Minderjährige Nonne werden möchte? Der Vor-Osterspaziergang von NYX und dem LTT markiert den Startschuss für eine subjektive Karte Tübingens, die unser Projekt ab jetzt begleiten wird.

Welche Räume in der Stadt entziehen sich der Verwertungslogik, wo entstehen Ideen, wo ist ein Rückzugsort aus dem Alltag, wo werden neue Modelle von Zusammenleben erprobt? Wo treffen sich Menschen und profitieren von ihrer Verschiedenheit? Auf unserem Spaziergang trafen wir Pfarrer Harry Wassmann und befragten ihn zur "Topographie der Versehrtheit" Tübingens, in der Schellingstraße gaben Chris Anhorn und Ingo Riethmüller über ihre Erfahrungen mit dem Häuser besetzen und später zu befreien durch das Mietshäusersyndikat Auskunft, die Ordenschwester Davidika berichtete wie ihr Glaube sie zur selbstlosen Hilfe inspiriert, Waltraut Wipper sprach über die Beginenstiftung, ein Frauenwohnprojekt, Gülben Sahin über die Praxis muslimischer Gläubiger und Sergei Cherkasov und Nadja Fischer über die Gründung einer kleiner russ. Orthodoxen Kapelle durch eine Konvertitin und wir trafen Jesus-Freak Stefan Brehme, der uns erklärt, wie der Begriff „Jesus-Freak“ Karriere machte: von der leicht abfälligen Beschreibung von Außen zur Selbstbezeichnung.

Believe Tank- Termine.

1 Kommentare
  1. anon
    Mai 10, 2016

    Ich wurde zu dieser Seite gebracht durch eine Verknüpfung von der Seite des Landestheaters Tübingen. Dort steht eine Menge Text, aber nur zu Veranstaltungen. Ich dachte, hier steht was zum Hintergrund, aber ich lese nur Bericht. Wo gibt es denn was zum Hintergrund, wenn weder Theater noch Geldgeber dazu Text bieten?

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